1. Planung der Betriebskontrollen

  1. Planung der Betriebskontrollen

Zur Planung und Einteilung der KUW-Betriebskontrollen im Sommer 2021 benötige ich Ihre Mithilfe. Falls noch nicht geschehen – teilen Sie bitte per  E-Mail (KUW@dlr.rlp.de) mit, zu welchen Terminen Sie im Zeitraum von Anfang August bis in die 1. Septemberwoche, wegen Urlaub oder anderer Verpflichtungen nicht kontrolliert werden können.

2. Fortbildungsveranstaltungen – Weinbergsrundgänge

  1. Fortbildungsveranstaltungen – Weinbergsrundgänge

Nach den Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen ist es jetzt den Mitarbeitern des DLR Rheinpfalz wieder möglich an den von den Ortsvorsitzenden der Bauern- und Winzerschaft veranstalteten Weinbergsrundgängen vor Ort mitzuwirken. Dabei muss jedoch strikt das Hygienekonzept für den Außenbereich eingehalten werden. Es gelten die aktuellen regionalen Vorgaben (Sicherheitsabstände, Dokumentation der Teilnehmer, ggf. Maskenpflicht).

 

 

Weinbergsrundgänge Juli /August 2021 unter Beteiligung des DLR Rheinpfalz

 

Datum

 

Uhrzeit Ort Treffpunkt Berater
08.07.21 15:00 Burrweiler Schulhof Burrweiler Götz
12.07.21 16:00 Oberhausen/Barbelr. Gemeinschaftshalle Oberhausen Götz
13.07.21 17:00 Hochstadt Winzerturm Götz
22.07.21 09:30 Kallstadt Gemeindehaus Götz
22.07.21 17:00 Maikammer Parkplatz Kalmit Sporthalle Götz
26.07.21 09:00 NW-Hambach Feuerwehr Hambach Götz
29.07.21 15:45 Rhodt WG Rietburg Götz
09.08.21 14:00 Flemlingen Kirchstraße/Bürgerstube Götz

 

3. „Wingert Digital“ – Spezial Begrünungen

  1. Fortbildungsveranstaltungen – Weinbergsrundgänge

Nach den Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen ist es jetzt den Mitarbeitern des DLR Rheinpfalz wieder möglich an den von den Ortsvorsitzenden der Bauern- und Winzerschaft veranstalteten Weinbergsrundgängen vor Ort mitzuwirken. Dabei muss jedoch strikt das Hygienekonzept für den Außenbereich eingehalten werden. Es gelten die aktuellen regionalen Vorgaben (Sicherheitsabstände, Dokumentation der Teilnehmer, ggf. Maskenpflicht).

 

 

Weinbergsrundgänge Juli /August 2021 unter Beteiligung des DLR Rheinpfalz

 

Datum

 

Uhrzeit Ort Treffpunkt Berater
08.07.21 15:00 Burrweiler Schulhof Burrweiler Götz
12.07.21 16:00 Oberhausen/Barbelr. Gemeinschaftshalle Oberhausen Götz
13.07.21 17:00 Hochstadt Winzerturm Götz
22.07.21 09:30 Kallstadt Gemeindehaus Götz
22.07.21 17:00 Maikammer Parkplatz Kalmit Sporthalle Götz
26.07.21 09:00 NW-Hambach Feuerwehr Hambach Götz
29.07.21 15:45 Rhodt WG Rietburg Götz
09.08.21 14:00 Flemlingen Kirchstraße/Bürgerstube Götz

 

4. Beratungsprojekt: Einsaat einer Herbst-/Winterbegrünung

  1. Beratungsprojekt: Einsaat einer Herbst/Winterbegrünung

Zum Humusaufbau und zur Vermeidung der Nitratauswaschung empfiehlt es sich die offen gehaltenen Gassen mit einer Herbst/Winterbegrünung einzusäen. Einsaaten sollten in diesem Jahr gegen Ende Juli/Anfang August erfolgen, falls dann die Bodenverhältnisse eine Saatbettbereitung zulassen. Ansonsten ist eine Bodenbearbeitung in Ertragsanlagen unter den herrschenden, nassen und wüchsigen Verhältnissen zurZeit tabu.

Bei allen Begrünungen sind in der Regel Mischungen günstiger zu beurteilen als Reinsaaten. Eine Mischung aus abfrierenden und frostfesten Pflanzen hat sich dabei bewährt.

Zum Beispiel ein Gemenge:

Herbstkomponenten (60 %)

Phacelia                      25 %                                       1,5 kg/ha

Alexandrinerklee        20 %                                       2,4 kg/ha

Leindotter                  15 %                                       0,4 kg/ha

 

Winterkomponenten (40 %)

Inkarnatklee               20 %                                       2,4 kg/ha

Winterroggen             15 %                                       8,4 kg/ha

Winterwicke                 5 %                                       1,2 kg/ha

————

(jede zweite Gasse, 40% der Gesamtfläche)             16,3 kg/ha

 

Die Mengenangaben beziehen sich auf die Einsaat jeder zweiten Gasse abzüglich des Unterstockbereichs. (Quelle: DLR Rheinpfalz, Gruppe Weinbau)

 

Empfehlenswert sind auch folgende Gemenge:

Gründüngungsgemenge für Jungfelder und Ertragsanlagen

(Spätsommer / Herbsteinsaat, alle Böden, mittlere Fahrfestigkeit, Gras überwintert)

 

* Einjähriges Weidelgras                                                                                                          30 kg/ha

* Ölrettich                                                                                                                                    10   “

_____________

Saatgutbedarf bei Einsaat der gesamten Fläche                                                             40 kg/ha

(Statt einjährig. Weidelgras kann auch 60 kg/ha Winterroggen eingesetzt werden.)

Gründüngungsgemenge für Jungfelder und Ertragsanlagen

(Spätsommer/ Herbsteinsaat, für alle Böden, mittlere Fahrfestigkeit, überwintert, kann zur Einleitung einer natürlichen Dauerbegrünung genutzt werden)

 

* Winterroggen                                                                                                                                           90 kg/ha

* Winterwicken                                                                                                                                          30   “

_____________

Saatgutbedarf bei Einsaat der gesamten Fläche                                                                         120 kg/ha

(bei Einsaat jeder Gasse 78,0 kg, jeder 2. Gasse 39,0 kg)

Saatstärke des Gemisches: 12,0 Gramm/m²

 

Gründüngungsgemenge für Jungfelder und Ertragsanlagen

(Spätsommer / Herbsteinsaat, für alle Böden, geringe Fahrfestigkeit, teilweise überwinternd, N-Fangpflanzen)

 

* Futtermalve                                                                                                                                               2 kg/ha

* Ölrettich                                                                                                                                   8   “

* Winterraps                                                                                                                               10   “

_____________

Saatgutbedarf  bei Einsaat der gesamten Fläche                                                                            20 kg/ha

 

 

Weitere empfehlenswerte, besonders artenreiche Begrünungsmischungen mit Eignung zur Herbst-/Winterbegrünung sind der RWS Weinbaumix und die RWS Wolff-Mischung.

Die Auswahl der Pflanzen muss sich an den Standortbedingungen, der Traubenlesetechnik und dem Saattermin orientieren. In Junganlagen mit frisch gelockerten Böden sollten tiefwurzelnde Pflanzen mit hohem Stickstoffbedarf („N-Fangpflanzen) wie Ölrettich, Winterraps, Futtermalven bevorzugt eingesät werden. In Rebanlagen mit sehr termingebundener Vollernterlese kann nicht auf Gräser (einjähriges Weidelgras, Roggen) als Hauptgemengepartner verzichtet werden. In Weinbergen mit starkem Wuchs sollten vorwiegend N-zehrenden Pflanzen wie Ölrettich, Raps, Rübsen, Senf, Wintergetreide, Futtermalven und einjähriges Weidelgras eingesät werden. Dagegen können in weniger wüchsigen Rebanlagen Leguminosen als natürlicher N-Lieferant verwendet werden. Bis Anfang August können Sommerwicken, Futtererbsen, Ackerbohnen und Lupinen noch einen befriedigenden Aufwuchs liefern. Bei frühem Einsaattermin sind auch bodenfrüchtiger Klee (Erdklee), Persischer Klee, Alexandrinerklee und Inkarnatklee denkbar. Um eine unnötige N-Mineralisation zu vermeiden und die Fahrfestigkeit des Bodens für die Traubenlese sicher zu stellen, sollte die Saatbettbereitung möglichst flach erfolgen. Ein Anwalzen fördert das Auflaufen und die Entwicklung der Pflanzen, besonders bei Trockenheit. Gründüngungsmischungen erreichen meist Wuchshöhen bis in die Laubwand, deshalb ist eine Saatbreite von 60 bis 65 % der Gassenbreite als Obergrenze anzusehen. Bei anhaltend feucht-warmem Wetter ist einzuplanen, dass höher gewachsene Bestände nieder gehalten werden müssen. Um den Pflanzenbewuchs nicht zu stark zu stören, ist ein Umwalzen zielführender als das Mulchen.  Wo gemulcht werden muss, ist darauf zu achten, dass die Schnitthöhe nicht unter 10 bis 15 cm liegt.

Zusätzlich sollte bei KEF (Kirschessigfliege) anfälligen Rotweinsorten auf eine eher niedrigwachsende Begrünung (z.B. besser Winterrübsen als Ölrettich oder Gelbsenf) Wert gelegt werden, um nicht zusätzlich ein feuchtes Kleinklima in der Anlage zu schaffen.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Erhard Sopp

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Erhard Sopp

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KUW Pfalz e. V. Kontrolliert umweltschonender Weinbau

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